Kopfbäume – Zeugen der Kulturlandschaft

Kopfbäume sind keine natürliche Wuchsform – sie sind durch den Menschen geschaffen worden und sind eine bäuerliche Kulturform. Sie wurden von den Landwirten regelmäßig geschneitelt und damit ‚auf den Kopf‘ gesetzt. Heute sind sie wichtiger Lebensraum und schöner Blickfang in der Landschaft. Früher hatten sie besondere und für die damalige Zeit sehr wichtige Funktionen: So waren sie z. B. ein wichtiger Brennholzlieferant in unserer waldarmen Region. Ihre Ruten haben nach dem Schneiteln schnell wieder an Umfang gewonnen und es konnte schon nach wenigen Jahren wieder neues Brennholz geerntet werden.

Darüber hinaus konnten Werkzeugteile und Zaunpfähle sowie Körbe aus den jungen Ruten hergestellt werden. Das Blattwerk wurde getrocknet und dem Vieh als Futter bereitgestellt.

Heute werden Kopfbäume nicht mehr bzw. nur noch absolut selten genutzt. Damit sind diese vielfältigen Bäume in Vergessenheit geraten und wurden häufig in der notwendigen Pflege stark vernachlässigt. Dies hat vielen, besonders alten Kopfbäumen sehr geschadet und dazu geführt, dass einige auseinandergebrochen sind – ihre Anzahl sinkt dramatisch. Daher ist eine Erhaltung und Neupflanzung von Kopfbäumen wichtig und ein Schneiteln, in regelmäßigen Abständen absolut notwendig.

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